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Börse Fernost fällt weiter: Softbank, Sony . Mizuho tiefrot - China CSI mit Wochenrekordverlust
Marktberichte Börse Fernost weekly [02.02.2008 - 20:07]

Die asiatischen Aktienwerte mussten die fünfte Woche in Folge leichter schliessen und damit die längste Verluststrecke seit mehr als drei Jahren markieren. Die Anleger trennten sich unter insbesondere in den USA und Japan entfachten Rezessionsängsten vermehrt von ihren Dividendenpapieren.
Der Benchmarkindex der Region MSCIA-Asia Pacific gab um weitere 0,5% nach und weist damit nun eine negative Fünf-Wochen Performance von 7,1 % - die längste seit August 2004 - aus.
Selbst der mit 50 Basispunkten weitere deutlich ausgefallene US-Zinssenkungsschritt am 30. Januar konnte die Hoffnung in eine weltweite Erholung der Wirtschaft nicht stärken.

Der chinesische CSI 300 Index stürzte um 10 % ab und musste damit einen Wochenrekordverlust ausweisen. Der Leitindex der asiatischen Leitbörse in Japan Nikkei 225 verlor 1 %. Alle wesentlichen asiatischen Benchmarkindices bis auf die aus Indonesien, den Philipinnen, Thailand und Pakistan mussten Abschläge erleiden.

Mit die grössten Wochenverlierer rekrutierten sich aus dem Bereich der Finanzwerte, nachdem die US-Subprime Hypothekenkrise noch lange nicht für beendet erklärt werden kann.

Hier musste der japanischen Bankriese Mizuho Financial Group (563483) die Wochenverlierer mit einem Wochenverlust von 7,1 % auf 473.000 Yen anführen. Die zweitgrösste Bank Nippons schockierte die Anleger mit einem Verlust von 2,6 Milliarden US-Dollar wegen erlittener US-Subprime Verluste und senkte zusätzlich ihre Gewinnprognose um 26 % für das zum 31. März endende Geschäftsjahr.

Enorm unter Abgabedruck standen auch die Papiere des weltweit zweitgrössten Herstellers von Unterhaltungselektronik Sony (853687). Die Anleger straften hier die negativ ausgefallenen Ergebniszahlen zusammen mit einem dürftigen Ausblick ab. Der Operating Profit ist mit 4,6 % des Umsatzes deutlich unterhalb der von CEO Howard Stringer anvisierten 5 % ausgefallen. Die Anleger straften das dürftige Zahlenwerk mit einem herben Kursrückgang von 6,3 % auf 4.760 Yen ab.
Keinen Gefallen fanden die Anleger auch an den Papieren der zweiten Boersenreport.de Nippon Empfehlung Softbank (891624) mit einem Kursverlust von 5,5 % auf 1.904 Yen.

Enorm unter Abgabedruck standen auch die Anteilscheine des weltgrössten Schiffsbauers Hyundai Heavy Industries mit einem Kursrückgang von 9,1 % auf 325.500 Won, nachdem die Analysten der führenden australischen Investmentbank Macquarie Bank Ltd. (901864) ihr Rating für den Branche im Zuge der weltweiten Kreditkrise absenken mussten.

Noch deutlicher in Richtung Süden ging es aber in China für eine Datang Power mit einem herben Kurseinbruch von 25 % auf 14,50 Yuan. Der Versorgerkonkurrent Haunang Power International gab ebenfalls sehr deutlich um 11 % auf 11,38 Yuan nach.

Die in China herrschenden Winterstürme sind die stärksten seit 50 Jahren. Führende Ökonomen befürchten, dass es wetterbedingt zu einer Schwächung des Wirtschaftswachstum von einem halben Prozentpunkt kommen könnte, da sich die Inflation um 0,3 % erhöhen sollte.



Autor: Redaktion