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Börse Fernost fällt weiter: Softbank, Sony korrigieren deutlich - Hon Hai Precision, Down - BHP Billiton sehr gesucht
Marktberichte Börse Fernost weekly [26.01.2008 - 15:35]

Die asiatischen Dividendenpapiere mussten die vierte Handelswoche in Folge leichter beenden. Der Leitindex der Region MSCIA-Asia Pacific büsste um weitere 0,6 % an Wert im Zuge einer Achterbahnfahrt ein. Der Benchmarkindex stürzte zuerst in den ersten beiden Handelstagen zusammen um herbe 10 % ab und musste damit den grössten Abschlag seit April 1990 erleiden. Nach dem überaschenden sehr deutlichen US-Zinssenkungsschritt - dem ersten Notzinssenkungschritt der US-Fed seit 2001 - konnten aber nahezu alle Verluste wieder wettgemacht werden.

Die Handelswoche stand ganz im Zeichen der Ängste der Anleger vor einer weltweiten Rezession und einem daraus resultierenden Bärenmarkt.

Der Benchmarkindex der asiatischen Leitbörse in Japan Nikkei 225 verlor 1,7 %, während der marktbreiter angelegte Topix-Index sogar leicht um 0,2 % zulegen konnte. Alle wesentlichen Länderindices bis die aus Australien, Singapur, Neuseeland, den Philipinnen, Indonesien und Sri Lanka mussten Verluste ausweisen.

Einen der grössten Wochenverlierer musste der japanische Unterhaltungsgigant Sony (853687) mit einem Wochenverlust von herben 8,9 % auf nur noch 5.110 Yen stellen, nachdem die Analysten von Goldman Sachs (920332) ihr Rating für den Wert von zuvor `kaufen` auf nur `halten` abgesenkt haben. Als Hauptgrund für die Ratingsenkung führten die Analysten von Goldman die Belastung durch den sehr starken Yen in seiner Crossrate gegenüber dem US-Dollar - der Yen stieg auf ein neues 2,5 Jahreshoch mit 104,97 gegenüber dem Greenback - an.

Sehr deutlich unter Abgabedruck standen auch die Anteilscheine des Elektronikteilegigant Hon Hai Precision Industry (928182) mit einem Kursverlust von enormen 4,6 % auf 166,50 taiwanesische Dollar. Hon Hai Precision Industry (928182) produziert unter anderem den iPod für Apple Computer (865985).
Keine Gnade kannten die Investoren auch gegenüber der indischen Reliance Industries Ltd. mit einem Kursverlust von 6,8 % auf 2.609,55 Rupien.

Am gestrigen Freitag konnten die japanischen Dividendenpapiere mit dem grössten Rebound seit März 2002 aufwarten. Die nach Marktkapitalisierung weltgrösste Bank Mitsubishi UFJ Financial Group (657892) haussierte in Erholungsmanier um satte 6,7 % auf 1.040 und die No. 2 des Sektors Sumitomo Mitsui Banking (856847) gefiel mit einem Plus von enormen 5,4 % auf 844.000 Yen. Die Boersenreport.de Top-Japan Empfehlung konnte hingegen keine gute Figur abgeben und mussten einen herben Wochenverlust von 4,28 % auf 2.015 Yen ausweisen.

Der Benchmarkindex der ehemaligen Kronkolonie in Hong Kong Hang Seng konnte am 23 Januar in Reboundlaune mit einem Plus von 11 % den grössten Tagesgewinn seiner Geschichte ausweisen. Über die Gesamtwoche gerechnet kann der Index nach einer atemberaubenden Berg- und Tahlfahrt über einen Wochengewinn von 0,3 % berichten. Die grösste Bank Europas HSBC Holdings (923893) verbesserte sich um 1,8 % auf 120,50 Hong Kong Dollar, nachdem sie in ersten beiden Handelssitzungen dieser Börse zunächst zusammengerechnet um 12 % abgestürzt war.

Der weltweit grösste Minenbetreiber BHP Billiton (863578) gefiel mit einem Zugewinn von 5,8 % auf 36,80 australische Dollar in Erholungsmanier. Der australische Benchmarkindex S&P/ASX 200 konnte gestern den grössten Tagesgewinn innerhalb der letzten Dekade ausweisen. Der Index kann damit seit der überraschenden US-Zinsenkung eine Rallye in nur drei Handelstagen von sagenhaften 13 % ausweisen.




Autor: Redaktion