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Börse Fernost korrigiert weiter: Ölpreis belastet Petrochina - Softbank mit relativer Stärke
Marktberichte Börse Fernost weekly [19.01.2008 - 12:30]

Die asiatischen Aktienwerte mussten die dritte Handelswoche in Folge leichter schliessen, nachdem die Investoren weiter ihr Heil in Gewinnmitnahmen aus Angst vor einer weltweiten Rezession suchten.
Die CitiGroup (871904) musste am 15. Januar einen Verlust von herben 9,83 Milliarden US-Dollar für das vierte Quartal gegenüber einem Gewinn von 5,1 Milliarden in der vergleichbaren Vorjahresperiode ausweisen heizte damit die Rezessionsängste der Anleger weiter an.

Der Benchmarkindex der Region MSCIA-Asia Pacific Index verlor herbe 3,2 % auf einen Endstand und notiert damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 22. August. Der Benchmarkindex der asiatischen Leitbörsen in Japan Nikkei 225 büsste um 1,8 % in einer verkürzten Handelswoche ein. Der Aktienmarkt auf den Philippinen musste die schärfste Verlustwoche seit seiner Aufzeichnung erleiden. Alle wesentlichen asiatischen Leitindices bis auf den aus Taiwan mussten Rückgänge verkraften. Der TAIEX-Index gefiel mit einem Plus von 1,9 %, nachdem die Anleger in China Annäherungsphantasie im Zuge des Wahlsieges der Opposition schwelgten.

Vor allem Exportwerte mussten die Wochenverlierer mit anführen. Hier belastete neben den weltweiten Ängsten vor einer rezessionsbedingten möglichen einbrechenden Konjunktur der in seiner Crossrate gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2005 angestiegene Yen.

Der weltweite zweitgrösste Autohersteller Toyota Motor (853510) verlor herbe 3,4 % auf 5.440 Yen, nachdem der Wert innerhalb der Handelswoche bis auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2005 gefallen war. Der weltweit zweitgrösste Hersteller von Unterhaltungselektronik Sony (853687) stürzte um 7,1 % auf 5.610 Yen ab und musste damit den grössten Wochenverlust seit der zum 17. August endenden Handelswoche erleiden. Die zweite Boersenreport.de Empfehlung Softbank (891624) konnte hingegen technisch bedingt als Reaktion auf den jüngsten Niedergang relative Stärke beweisen und sich leicht um 1,69 % auf 2.105 Yen verbessern. Hier konnte auch die Nachricht, dass Softbank Mobile in Kürze in Gesamtjapan kostenlose web-to-mobile Telefonate einführen will, nur kurzfristig für negative Irritationen beim Aktienkurs sorgen.

In Korea musste hingegen der weltweit grösste Hersteller von Klimageräten LG Electronics (576798) einen Kurssturz von 5 % auf 90.300 Won erleiden.
In Australien stürzte die weltweit grösste Minengesellschaft BHP Billiton (863578) um herbe 9,1 % auf 34,80 australische Dollar ab. Das Marktschwergewicht aus Down Under notiert damit enorme 27 % unterhalb seines am 18. Oktober markierten Allzeithochs. Der weltweit drittgrösste Stahlkocher Posco (893094) verlor 7,1 % auf 495.000 Won und die japanischen Handelsgesellschaft Mitsui & Co. (861868), die mehr als die Hälfte ihrer Erträge aus dem Rohstoffhandel generiert, gab um 11,8 % auf 1.959 Yen nach. Der grösste chinesische Ölproduzent PetroChina (936537) beklagte einen Abschlag von 9,8 % auf 12,34 Yen. Der Ölpreis für den Februar Future Kontrakt fiel um 2,3 % auf 90,57 US-Dollar.



Autor: Redaktion