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Börse Fernost auf 3-Monatstief: Sony gesucht - Softbank, Nintendo stürzen ab
Marktberichte Börse Fernost weekly [12.01.2008 - 15:13]

Die asiatischen Aktienwerte mussten ihre juengst initierte Korrekturbewegung weiter fortsetzen. Der Benchmarkindex der Region MSCIA Asia Pacific verlor herbe 2.8 % auf einen Endstand von 155.70 Indexpunkten und musste damit auf einem neuen 3-Monattief schliessen. Zuletzt hatte der führende Benchmarkindex der Region eine derart negative Wochenperformance in der zum 14. Dezember endenden Handelswoche ausweisen müssen.

Die Anleger befürchten, dass die in den USA ausgelöste US-Subprime Krise eine weltweite Rezession nach sich ziehen könnte.

Die Angst der Anleger vor einer Rezession wurde vor allem durch jüngst verkündete sehr schwach ausgefallene US-Konjunkturdaten genährt. So ist unter anderem die Arbeitslosigkeit in den USA im Dezember auf ein 2-Jahreshoch angestiegen. Am Markt häuften sich zudem Gerüchte, dass Merrill Lynch (852935) weitere 15 Milliarden US-Dollar wegen erlittener Verluste durch US-Subprime Engagements abschreiben muss.

Die grössten Abschläge mussten vor diesem Hintergrund vor allen die exportorientierten Werte erleiden. Der japanische Videospielgigant Nintendo (864009) beklagte einen Wochenverlust von 5,4 % und der nach Marktkapitalisierung weltgrösste Autobauer Toyota Motor (853510) musste einen Abschlag von 2,6 % auf 5.630 Yen erleiden. Der grösste koreanische Exportkonzern Samsung Electronics (881823) beklagte einen Kursrückgang von 4,3 % auf nur noch 516.000 Yen.
Die japanische Wirtschaft fällt nach den aktuellen Konjunkturindikatoren womöglich mit einer 50% Wahrscheinlichkeit in eine Rezession.
Der nach Marktkapitalisierung weltgrösste Chipauftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (909800) verlor 8,3 % auf 55 taiwanesische Dollar und musste damit die schärfte Verlustwoche seit der zum 30. April endenden Börsenwoche ausweisen.

Auf der Sonnenseite konnten sich hingegen zumeist die chinesischen Finanzwerte einfinden. Hier legte eine Citic Securities - der grösste Broker Asiens nach Marktkapitalisierung - um 7 5 auf 97,73 Yuan zu. Experten erwarten, dass der Broker seinen Gewinn möglicherweise gegenüber dem letzten Jahr um 400 % gesteigert haben könnte.

Sehr gesucht waren auch die Anteilscheine des sechstgrössten chinesischen Kreditinstituts China Merchants Bank (A0M4XK) mit einem Zugewinn von 2,6 % auf 31,90 Hong Kong Dollar, nachdem der Bankriese womöglich seinen Gewinn um 200% gegenüber dem Vorjahr steigern hat können.

Sehr uneinheitlich entwickelten sich die japanischen Boersenreport.de Empfehlungen. Sony (853687) konnte dem negativen Gesamtmarkttrend trotzen und um 4,31 % auf 6.040 Yen zulegen, während eine Softbank (891624) trotz erneut sehr stark ausgefallener Mobilfunkneukundenzahlen um herbe 7,38 % auf 2.070 Yen einbrechen musste.




Autor: Redaktion